Im Reich der Göttin | Geburt



TOCHTER DER LUFT
„Ich bin die erste Tochter – Himmelstochter, Sternentochter.
Ich bin die Seele des Universums. Ich bin die kosmische Tänzerin.
Die dunkle Mutter des Chaos hat mich geboren.
Als Schutzengel hüte ich die ungeborenen Seelen
und bringe sie, wenn ihre Zeit gekommen ist, zu ihren neuen Müttern.
Ich beschütze auch die Frau bei der Geburt,
damit die Seele mit ihrem neuen, kleinen Körper sicher auf der Erde ankommt.
Der Geburtstag der neugeborenen Seele ist mein Festtag.“

ANALOGIEN
Jahreszeit → Spätwinter
Zeitraum → 19. Januar – 17. Februar
Sternzeichen → Wassermann
Jahreskreisfest → Imbolc * Lichtmeß
Natur → Keim * Keimling
Tageszeit → Nacht * 2:00-4:00
Tarot → Tochter der Luft * 17-Sternenfrau * 20-Weltenseele
Farben
→ Schwarz = Farbe des Chaos, der Nacht, des Kosmos
→ Weiss = Farbe der Reinheit, der Geburt, des Neuanfangs
Aspekte der Göttin
→ Das Große Mysterium
→ Dunkle Mutter des Chaos
→ Nacht * Dunkelheit
→ Allgestalterin
→ Kosmische Tänzerin
→ Himmelsgöttin * Sternenjungfrau
→ Geflügelte Göttin * Vogelfrau
→ Friedensengel * (Schutz)-Engel
→ Beschützerin der Frauen und Kinder
→ Hüterin der ungeborenen Seelen
→ Traumweberin
→ Gebieterin des karmischen Gesetzes
→ Glücksgöttin und Schicksalsspinnerin * Sie spinnt den Lebens, bzw. Schicksalsfaden
→ Spinnerin * Weise Närrin
→ Autonome Göttin * Die Göttin, die nur sich selbst gehört
Göttinnen
Eurynome * Iahu * Nout * Nyx * Arianrhod * Urania * Brighid * Ariadne * Percht * Berchta * Urd * Pandora * Felicitas * Fortuna * Plejaden
Weiblicher Lebenszyklus
→ Rückkehr zur All-Mutter
→ Die körperlose Seele im Raum der Göttin
→ Die Zeit vor der nächsten Re-Inkarnation
→ Erste Zeichen des beginnenden Lebens | Embryophase
→ Körperliche Geburt + Taufe

Rückkehr zur All-Mutter
Die Seele löst sich von ihrem irdischen Körper, befreit sich von allen irdischen Verbindungen und Begrenzungen … sie überschreitet die Schwelle vom Leben zum Tod und beginnt erneut ihre Reise durch Raum und Zeit, in den Himmel empor, den Sternen entgegen, zurück zur ursprüngliche Leere … zum göttlichen Ursprung allen Seins, genannt „Das Große Mysterium“, „Das Universum“ oder „Die Große Göttin“.
Die Große Göttin ist die Schöpferin des Universums, die All-Mutter, die Mutter allen Seins. Zu ihr kehrt jedes Wesen im großen Kreislauf des Lebens wieder zurück, verschmilzt mit ihr, wird mit ihr eins … All-Einheit …

Die körperlose Seele im Raum der Göttin
Die Seele hat jetzt keinen Körper mehr, ist zu einer Lichtgestalt geworden und Teil eines allumfassenden, erhöhten kosmischen Bewusstseins. Auf dieser Ebene ist sie imstande, die Wahrheit intuitiv zu begreifen – Alles, was einmal gedacht, gefühlt, gelebt und entwickelt wurde, ist von ihr abrufbar, denn eingehüllt im kosmischen Kraft- und Informationsfeld ist sie mit größeren Energiemustern und -bewegungen verbunden. Ihre himmlische Position gibt ihr Weitblick, Übersicht, ein großes Wissen und allumfassendes Verstehen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft … die Seele blickt zurück und sieht die Fußspuren ihres eigenen Weges durch das Tal des Lebens … sie erkennt, dass all ihre Gedanken, Gefühle, Worte und Taten auf die gesamte Schöpfung einwirken und sieht vergangene Ereignisse in einem neuen Licht.
An diesem Punkt des Lebens enthüllt sich ihr Karma – Bilder und Botschaften geben der Seele eine Richtung vor und sie entscheidet, wohin die nächste Reise gehen soll, die sie in ihrem Wachstum unterstützen kann. Beflügelt von inspirierenden Perspektiven ist sie nun bereit für neue Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg zur Vollkommenheit unterstützen – denn ihr Ziel ist die Vollendung in Weisheit, Rückkehr zur und endgültige Verschmelzung mit der Großen Muttergöttin.
Die Große Schöpferin pflanzt ihr Wissen in die Seelen, lässt sie Bilder besserer Lebenswege und neuer Ideen entwickeln, welche die Kraft haben, die Welt zu verändern. Sie transformiert alle Seelen, damit sie die Fehler der Menschen berichtigen können. Seit einige Jahrzehnten werden besonders viele Indigo- und Kristallkinder geboren – das sind die Boten des neuen Denkens und Fühlens, Hoffnungsträger für eine harmonische Zukunft. Sie verbreiten optimistische Gedanken und gute Gefühle, sprechen in Worten, die die Wahrheit und das Positive bekräftigen. Diese Kinder des Wassermann-Zeitalters ermutigen alle Wesen, ihr höchstes Selbst auszudrücken und weisen ihnen den Weg in ein neues, liebe- und friedvolleres Leben.

Die Zeit vor der nächsten Re-Inkarnation
Noch befindet sich die Seele zwischen zwei Leben, im Schoß der kosmischen Mutter, leicht und frei, in vollkommener Glückseligkeit. Sie atmet in dieser Pause – nach ihrem körperlichen Tod und vor der nächsten Wiedergeburt – die Weisheit der Sternengöttin. Jede Seele strahlt in ihrem eigenen Licht und wird sich entsprechend ihrem Entwicklungsstand ein neues Körpergefäß für ihre nächste Inkarnation suchen …
… nun beginnt die Reise … ein Aufbruch zu neuen Ufern gleich wird die Seele über den großen Weltenstrom zwischen Himmel und Erde getragen und taucht ein in ein neues Leben …

Erste Zeichen des beginnenden Lebens | Embryophase
Das Zeichen des Wasser“mannes“ wird meist als Wesen dargestellt, welches Wasser aus einem Gefäß ausgießt – hier ist ganz klar die Sternengöttin zu sehen, die das fruchtbare Lebenswasser, Ursprung allen Lebens, auf die Erde ausgießt, aus welchem sich dann die Weltenmeere bilden, oder eben auch das fruchtbare Wasser, das Fruchtwasser, im Leib der irdischen Mutter.
Zu Beginn ist die Seele noch sehr stark mit der Großen Göttin, der Sternenmutter, verbunden, durchschreitet jedoch während eines Zeitraumes von ca. 120 Tagen mehr und mehr die Tore zur materiellen Dimension – in die Welt der Mater-ie, in den Mutterleib, in die Gebär-Mutter als Quelle der irdischen Schöpfung. Innerhalb der Gebärmutter (= in utero / im Uterus) findet jetzt die körperliche Entwicklung statt – die Inkarnation ist abgeschlossen und Zeichen des beginnenden Lebens sind spürbar durch erste Bewegungen des heranwachsenden Kindes.
Das Embryo im Bauch der irdischen Mutter wird in der keltischen Sprache „Imbolc“ genannt – dies ist auch der Name des Festes, welches zu Neumond im Wassermann, oder neuzeitlich um den 1. Februar herum, gefeiert wird. In dieser Phase des Jahres werden viele Säugetierkinder geboren – z.B. Lämmer und Zicklein.
Dies ist eine Zeit des zunehmenden Wachstums – in der Natur sowie im übertragenen Sinn für das neue Menschenleben, in das sich die sternengeborene Seele inkarniert hat.

Die körperliche Geburt | Taufe
Vor der Geburt befindet sich die Seele nun an der Schwelle zu einem neuen Leben und wird von der Mutter mit wachsender Ungeduld erwartet. Diese plant bereits für die Zukunft und bereit sich auf die Ankunft des kleinen Menschenwesens vor …
Wenn die Entwicklung zu einem selbständig funktionierenden Körper abgeschlossen ist, kommt die Zeit des Loslassens, die Zeit der Geburt, der Wiedergeburt … es ist ein Neuanfang, aber auch gleichzeitig ein Ende, da der Fötus nun seine Schutzhülle, die Gebär-Mutter (griech. „Matrix“ = Muttertier), den Leib der Mutter, verlassen muss …
Die Seele startet nun mit vielen Möglichkeiten ein weiteres Mal in ein neues Leben. Zu Beginn sind jedoch einige Körperfunktionen (z.B. das Seh- und Hörvermögen, sowie bestimmte Hirnregionen) noch nicht komplett entwickelt, um den Säugling vor Reizüberflutung zu schützen. Die Entwicklung findet schrittweise statt und erlaubt dem neuen Lebewesen ein langsames Herantasten an die für ihn gefährliche Umwelt. Aus diesem Grund ist es auch sehr wichtig, dass die Mutter das kleine Kind die ersten Monate in einem Tuch eng am Körper trägt, um ihm Geborgenheit und Urvertrauen zu schenken.
Mit dem Milchfest (Imbolc) – dem ersten Anlegen an die nährende Brust (Mamma) – wird das neue Familienmitglied in den Schutzkreis der Gemeinschaft aufgenommen und in einem Tauf-Ritual gesegnet: Das „Lebenswasser“ wird dem Baby über den Kopf gesprenkelt, gleich der Sternengöttin, welche das fruchtbare Wasser auf die Erde gießt.

Die Seelenmutter
Mit der irdischen Geburt ist die Seele jedoch nicht komplett von ihrer universellen Heimat getrennt – sie steht weiterhin unter dem Schutz der Schöpfergöttin in Gestalt einer verbündeten/verbundenen Seelenmutter, Geist- oder Seelenführerin, auch Schutzengel genannt. Die Germanen nannten diesen Schutzgeist „Fylgja“ (altnord. = folgen) – Ein Folgegeist, der die inkarnierte Seele begleitet, beschützt, bedingungslos liebt, auf ihre Bedürfnisse achtet und ihr Selbstvertrauen schenkt. Das keltische Äquivalent ist die „Sidhe“ (Fee oder Elfe). Dieser Schutzgeist ist meist unsichtbar, kann sich dem Menschen jedoch auch – meist im Traum oder während einer Visionsreise, aber auch ganz real – in der Gestalt eines Tieres zeigen, welches mit dem Wesen der eigenen Seele identisch ist. Dies bedeutet, dass die Seelenführerin, der Schutzengel, die Fylgja, das Geisttier (Totemtier) und die Seele ein und dasselbe ist! Interessant in diesem Zusammenhang ist auch das englische Wort für Tier = „animal“ = „Anima“, der lateinische Name für die Seele.
Die Seelenführerin/Fylgja ist also der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, der eigenen kosmische Göttinnenkraft und auch der eigenen Schicksalsbestimmung, denn die Seele hat sich diese Inkarnation selbst gewählt. Demnach ist der Geburtstag der neugeborenen Seele auch gleichzeitig das Fest der persönlichen Seelenführerin, Schutzgöttin, Fylgja, bzw. des Schutzengels oder der Seelenmutter.

Advertisements